Gymnasium Elmschenhagen

G8-Gymnasium der Landeshauptstadt Kiel im Schulzentrum Elmschenhagen

25.03.2018

Besuch in Grindsted

Viele von uns kennen Dänemark als Urlaubsland. Dass es dort aber mehr zu entdecken gibt als lange Sandstrände und Hotdogs, konnten wir bei unserem Besuch in Grindsted erfahren.

 

Die Kooperation von je 15 Schulen aus Schleswig-Holstein und Süddänemark im dreijährigen Projekt "Deutsch-dänische Jugend gestaltet Zukunft" wird durch das Interreg-Programm der EU finanziert . Es will in Zeiten des zunehmenden Nationalismus  das grenzübergreifende Zusammenwachsen benachbarter Regionen fördern. Unsere Partnerschule ist dabei das Gymnasium in Grindsted.
Und so fuhren Ende Februar 23 Schülerinnen und Schüler des elften Jahrgangs sowie zwei Lehrkräfte für zwei Tage in die Kleinstadt  in der Nähe von Billund. Es ging natürlich ums Kennenlernen, aber viele Stunden wurde auch zusammen mit einer zwölften Klasse der dortigen Schule gearbeitet. Mit einer eigens dafür konzipierten Software sollten Ideen entwickelt werden, wie deutsche und dänische Jugendliche  das Zusammenwachsen der Region voranbringen und Vorurteile abbauen können. Vorgeschlagen wurden z.B. Sportturniere, Feriencamps mit Sprachunterricht, ein Nachrichtenkanal mit Informationen aus beiden Ländern und vieles mehr. Bei der öffentlichen Präsentation der gemeinsamen Ergebnisse durch die dänischen Schüler und Schülerinnen konnten wir leider nicht mehr dabei sein.
Die besten Vorschläge werden am Ende prämiert und  (mit EU-Fördergeldern) tatsächlich umgesetzt. Im folgenden Schuljahr werden dann wir eine Klasse aus Grindsted zu Gast haben und grenzübergreifend am Thema Nachhaltigkeit arbeiten.
Die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler fasst Philippa in ihrem Bericht zusammen:


"Unabhängig von den Inhalten des mit der Partnerschule gemeinsam durchgeführten Projekts war es eine interessante Erfahrung, einmal mit Schüler/innen eines Landes in Kontakt zu treten, welches von unserem nur einige Stunden Busfahrt entfernt ist, sich in Bezug auf die Gestaltung des Schulalltags jedoch zum Teil stark von Deutschland unterscheidet.(Beispielsweise dauert der Besuch eines Gymnasiums in Dänemark, so unsere Partnerschüler, maximal drei Jahre.)
Gleich bei der Ankunft am Gymnasium Grindsted bestach die Schule durch einen modern eingerichteten Eingangsbereich, in dem wir von den Lehrerinnen unserer Partnerklasse freundlich begrüßt wurden und der dem Betrachter unter anderem zwei Werke eines bekannten dänischen Künstlers bot. Auch später beim Rundgang durch das Gebäude fiel die  moderne, ansprechende Innenausstattung ins Auge, ebenso wie die Tatsache, dass die Schüler während des Unterrichts ausschließlich Notizen auf ihren Laptops machten.
Leider stand uns durch die kurze Aufenthaltsdauer nur ein begrenzter Zeitraum für die Ausarbeitung unserer Ideen zur Verfügung, und  da wir nur zwei Tage in Dänemark waren, konnten sich noch keine engeren deutsch-dänischen Freundschaften entwickeln. Nichts desto trotz wurden wir von den Familien unserer Partnerschüler/innen und der Schule sehr gastfreundlich aufgenommen. Die gemeinsamen Aktivitäten am Abend reichten von Uno Spielen bis zu vergnügtem Tanzen. Etwas Dänisch haben wir auch alle gelernt. Umso mehr freuen wir uns jetzt auf den Gegenbesuch."